Was sind die Aufgaben einer WEG-Hausverwaltung?

In einer Wohnungseigentümergemeinschaft müssen die Interessen vieler Parteien berücksichtigt und gemeinsam genutzte Immobilien instandgehalten werden. Obwohl rechtlich nicht zwingend erforderlich, entscheiden sich darum viele WEGs für die Bestellung eines Verwalters, dessen Aufgabe dann die „ordnungsmäßige Verwaltung“ des Gemeinschaftseigentums ist.

Eine solche Verwaltung beinhaltet sowohl finanzielle als auch technische Aspekte. Praktisch bedeutet das zunächst eine gewissenhafte Instandhaltung und Instandsetzung gemeinschaftlich genutzter Bereiche der Immobilie. Der Verwalter muss dabei keine Hausmeister- oder Handwerkertätigkeiten ausführen, darf sie aber beauftragen und überwachen. In einer mindestens jährlichen Eigentümerversammlung trifft die Eigentümergemeinschaft weitere Entscheidungen zu Reparatur- und Sanierungsbedarf, die der Verwalter protokolliert und laufend umsetzt. Auch die Aufstellung einer Hausordnung fällt in seinen Aufgabenbereich.

Hinzu kommen Aufgaben im Bereich der kaufmännischen Verwaltung, zum Beispiel die laufende Buchhaltung. Der Verwalter stellt zu Beginn eines Jahres einen Wirtschaftsplan auf und nach Abschluss eine Abrechnung, die er den Eigentümern präsentiert und in Form von Nebenkosten auf die einzelnen Parteien umlegt. Ein guter Wirtschaftsplan beinhaltet u.a. ausreichende Instandhaltungsrückstellungen. Außerdem schließt der Verwalter für die Eigentümergemeinschaft notwendige Versicherungen ab, wie eine Feuerversicherung und eine angemessene Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht.

Wohnungseigentümergemeinschaften haben in der Regel ein besonderes hohes Interesse an der Erhaltung der Wohnqualität und der Wertsteigerung der Immobilie. Mit einer guten WEG-Verwaltung sind diese langfristig gewährleistet.

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